2021 11 24 Leserbrief an das Hamburger Abendblatt

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Chaos und völliges Versagen

23. November: „Leonhard: ,Kein Grund zur Hektik‘. Es werde genügend Booster-Impfungen für alle geben – aber nicht für alle Impfwilligen auf einmal, sagt die Sozialsenatorin

Ich bin sprach- und fassungslos. Ich hatte bisher oft Verständnis für die Regeln, aber was jetzt von der Politik kommt, macht mich zornig. Die Menschen wollen sich impfen lassen, müssen dafür aber stundenlang anstehen, die Menschen 65+ wollen sich boostern lassen, einen Termin beim Arzt gibt es im Februar 2022, die Ärzte planen die Termine, aber Impfstoff ist nur eingeschränkt vorhanden. Nun soll ich dafür Verständnis haben. Nein, das ist in meinen Augen, Chaos pur und völliges Versagen. Denn was jetzt passiert, war vorhersehbar, als die Pandemie begann, war nichts vorhersehbar. Wenn dann unsere verantwortliche Senatorin keinen Grund zur Hektik sieht, frage ich mich, kennt sie die stetig wachsenden Zahlen, hat sie sich die Finger wund gewählt, um vergeblich einen Termin für eine Impfung zu bekommen? Hat sie Stunden in einer Warteschlange gestanden? Bestimmt nicht. Wie kann jemand, der Verantwortung trägt, gegenüber den BürgerInnen so ignorant sein?

Dagmar Hirche


2021 11 02 Evangelischer Pressedienst  Ausgabe Nr.44

2021 05 04 Hamburger Abendblatt

2021 03 10 Hamburger Abendblatt

Altenheime digital abgehängt

10. März: „95 Prozent der Hamburger Schulen haben jetzt WLAN“

Ein wichtiger und absolut notwendiger Schritt in einer Welt, die immer digitaler wird. Aber wann lesen wir, dass wenigstens 30 Prozent der Zimmer in Altenheimen/Pflegeheimen mit WLAN ausgestattet sind? Von 95 Prozent sind wir noch sehr weit entfernt. Wie kann es sein, dass diese Bevölkerungsgruppe komplett von der digitalen Welt abgehängt wird? Wie kann es zugelassen werden, dass sich die Bewohner allein oder mit Besuchern nicht digital informieren können, egal ob über die Pandemie, über Wahlversprechen oder sich einfach digital durch kulturelle oder sportliche Teilhabe ablenken lassen können? Für uns alle, die es sich leisten können, eine Selbstverständlichkeit, für Menschen in Alten- und Pflegeheimen oder Menschen, die es sich nicht leisten können, eine 100-prozentige Ausgrenzung. Ich werde nicht müde, diesen Missstand immer wieder anzuprangern

Dagmar Hirche,

Wege aus der Einsamkeit e.V.